Geschichtspreis #2: Heimatverein Milkau

Geschichtsforschung kann lebendig und vielseitig sein. Das beweist der Heimatverein Milkau e.V. aus der mittelsächsischen Gemeinde Erlau. Vor wenigen Tagen erhielt der Verein dafür den Andreas-Möller-Geschichtspreis der Sparkassen-Stiftung.

 

Der kleine Ort Milkau liegt im Sächsischen Burgen- und Heideland zwischen Mittweida und Rochlitz. Er hat seinen Namen vom Stammsitz des alten Adelsgeschlechts von Milkau. Der ortsansässige Heimatverein tut viel dafür, die Erinnerung an die wechselvolle Ortsgeschichte lebendig zu halten. Dabei liegen seine Verdienste nicht nur in der unermüdlichen geschichtlichen Forschungsarbeit, sondern vor allem in der Vermittlung an Jung und Alt – sei es mit Broschüren zu Bräuchen und Traditionen, historischen Ausstellungen oder speziellen Kalendern. Gemeinsam mit den Einwohnern erarbeiten die Vereinsmitglieder Tafeln zur Geschichte ihrer Häuser und Gehöfte. Mit diesen Initiativen erreicht der Verein viele Menschen in dem kleinen Ort. Dieses Engagement ist herausragend und strahlt weit über Milkau hinaus.

 

 

Mit dem Andreas-Möller-Geschichtspreis prämieren die Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Mittelsachsen und der Freiberger Altertumsverein jährlich herausragende Arbeiten zur regionalen Geschichtsforschung. Mit der Ehrung werden verdienstvolle historische Arbeiten bekanntgemacht, erfahren Anerkennung und regen damit weiteres ehrenamtliches Engagement auf diesem Gebiet an. Personen und Institutionen können Preisträger vorschlagen, die in den Bereichen historische Forschung und Dokumentation, Vermittlung und Präsentation der Regionalgeschichte sowie Pflege und Erhalt von Industrie- und Baudenkmalen tätig sind. Der Geschichtspreis ging bisher an 36 Chronisten und sieben Autorengemeinschaften für wissenschaftliche Publikationen. Ein Sonderpreis wurde für die Vermittlung von geschichtlichem Wissen vergeben. Die Anerkennung „Historiker von morgen“ für bemerkenswerte Schul- oder Studienprojekte erhielten bereits zehn Jugendliche.