Geschichtspreis der Sparkassen-Stiftung geht nach Hainichen #1

Die Stiftung für Kunst und Kultur der Sparkasse Mittelsachsen hat am 21. September 2018 den 17. Andreas-Möller-Geschichtspreis vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand traditionell in der Freiberger Nikolaikirche statt. Mit fachlicher Unterstützung des Freiberger Altertumsvereins ehrt die Stiftung herausragende Arbeiten zur regionalen Geschichtsforschung und -vermittlung.

 

  • Die Jury prämiert in diesem Jahr den Chronisten Günter Neumann aus Hainichen.

 

Günter Neumann: Industrie- und Stadtgeschichte in Hainichen

 

Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt Hainichen einen wirtschaftlichen und tech-nischen Aufschwung. Sie gründete im Jahr 1900 ein Technikum zur Ausbildung junger Menschen. In den Fachgebieten Maschinenbau und Elektrotechnik konnten künftige Werkmeister, Techniker und Elektrotechniker hier die Grundlagen für ihren beruflichen Weg legen. Mehr als 150 Studierende pro Semester profitierten von einer modernen Aus-bildung in Theorie und Praxis.

 

Dass wir heute Vieles aus der Geschichte des Technikums und seines markanten Gebäudes in der Nähe des Bahnhofsplatzes wissen, ist Günter Neumann zu verdanken. Er recherchierte zur Industriegeschichte der Region, zur Ausbildung und zum studentischen Leben in Hainichen im frühen 20. Jahrhundert.

 

Im Frühjahr 2018 publizierte er seine Forschungsergebnisse in einem über 100 Seiten umfassenden Buch. Es schließt sich an seine bisherigen Broschüren zur Geschichte der Feuerwehr aus dem Jahr 2016 und der „Trinkwasserversorgung der Stadt Hainichen einst und jetzt“ aus dem Jahr 2010 an.

 

Für seine umfangreichen Recherchen und Publikationen zu Themen der Stadtgeschichte Hainichens und der Industriegeschichte der Region erhält Günter Neumann den Andreas-Möller-Geschichtspreis 2018.

 

Gemeinschaftsprojekt von Sparkassen-Stiftung und Geschichtsverein

 

Den Andreas-Möller-Geschichtspreis vergibt die Stiftung für Kunst und Kultur der Spar-kasse Mittelsachsen gemeinsam mit dem Freiberger Altertumsverein. Mit der Ehrung werden verdienstvolle historische Arbeiten bekanntgemacht, erfahren Anerkennung und regen damit weiteres ehrenamtliches Engagement auf diesem Gebiet an. Der Preis ist 2018 mit jeweils 500 Euro dotiert.

 

 

Bisher 45 Geschichtspreise und 11 Nachwuchsehrungen vergeben

 

Über den Geschichtspreis freuten sich bisher 37 Chronisten und 8 Autorengemein-schaften/Vereine für wissenschaftliche Publikationen, Ausstellungen oder Forschungs-projekte. Einen Sonderpreis hatte die Stiftung für die Vermittlung von geschichtlichem Wissen vergeben. Die Anerkennung „Historiker von morgen“ für bemerkenswerte Schul- oder Studienprojekte ging bereits 11 Mal an Arbeitsgruppen von Jugendlichen.