Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten sind da.

Die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten sind da.

Seit 28. Mai 2019 gibt es sie – die neuen 100- und 200-Euro-Banknoten. Damit vervollständigt die Europäische Zentralbank (EZB) die zweite Europa-Serie. Einen neuen 500er wird es nicht mehr geben – das hat der Rat der EZB im Mai 2016 beschlossen. Die Ausgabe von neuen 500-Euro-Scheinen wurde im April 2019 eingestellt, die noch im Umlauf befindlichen Banknoten behalten aber ihren Wert. Sie bleiben ein gesetzliches Zahlungsmittel und sollen unbefristet umtauschbar sein.

Neue Serien dienen der stetigen Weiterentwicklung der Sicherheitsmerkmale, um es so Betrügern zu erschweren, Banknoten zu fälschen.

 

Was ist neu bei der zweiten Europa-Serie?

 

Alle Scheine der zweiten Serie sind mit neuen Features ausgestattet. Wie schon bei den den 20- und 50-Euro-Noten sind in den überarbeiteten Scheinen ein Wasserzeichen und ein „Porträtfenster“ mit der Figur Europa enthalten.

Das Motiv der Europa, welches immer wieder auf den Euro-Banknoten zu finden ist, stammt von einer Vase, welche im Louvre in Paris ausgestellt ist. Die Vase zeigt die phönizische Königstochter Europa aus der griechischen Mythologie. Laut dieser wurde Europa vom Gott Zeus auf die Insel Kreta entführt und dort von ihm verführt. Die alten Griechen inspirierte die Sage bei der geografischen Benennung von Gebieten, und so kam es zur heutigen Bezeichnung unseres Kontinents: Europa.

Besonderheit der neuen 100- und 200-Euro-Scheine: Der Folienstreifen beinhaltet ein „Satelliten-Hologramm“. Man bezeichnet es so, weil sich Euro-Zeichen satellitenartig um die Wertzahl bewegen, wenn man die Scheine kippt.

Zudem wurde die Höhe der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten verringert. Sie sind nun genauso hoch wie die 50-Euro-Note. Die Scheine passen dadurch besser ins Portemonnaie, knicken weniger und nutzen sich nicht so schnell ab. Die Länge der Scheine unterscheidet sich aber weiterhin, sodass man den Wert der Banknoten ableiten kann. Je höher der Wert eines Geldscheins ist, desto länger ist er.

Ein weiteres Merkmal: Die Smaragdzahl. Diese wechselte bisher nur ihre Farbe beim Kippen. Bei den neuen Scheinen sind zusätzlich Euro-Symbole auf der Smaragdzahl zu erkennen.

 

Warum sind die höheren Banknoten nicht lackiert?

 

Lediglich die zwei kleinsten Banknoten, also die 5- und 10-Euro-Scheine der zweiten Euro-Serie, sind mit einem Speziallack überzogen. Dadurch sollen die kleineren Stückelungen haltbarer gemacht werden, denn diese wechseln besonders oft den Besitzer und nutzen dadurch schneller ab. Bei den höheren Banknotenwerten verzichtet man auf den Speziallack, da man von einer geringeren Abnutzung ausgeht.

 

Der ein oder andere mag sich schon mal gefragt haben, wo die Bauwerke auf den Banknoten in Europa zu finden sind. Die Antwort: Nirgendwo! Tatsächlich hat man sich bei der Entwicklung der Euro-Banknoten entschieden, Fantasiearchitektur als Motiv zu verwenden. Dadurch wollte man verhindern, dass einzelne Mitgliedsstaaten bevorteilt werden.

 

So sehen die Euro-Banknoten aus.

 

Weitere Infos zu den neuen Scheinen finden Sie auf der Seite der Bundesbank.