Wie lebt eine Biberfamilie? Neuer Lehrpfad lädt nach Lunzenau ein.

Wie lebt eine Biberfamilie? Neuer Lehrpfad lädt nach Lunzenau ein.

 

Etwas Glück braucht es schon, um einen Biber in der Natur zu beobachten. Denn normalerweise ist er tagsüber nicht unterwegs, sondern nachtaktiv. Die Radfahrer und Wanderer an der Mulde bei Lunzenau bekommen ihn deshalb kaum zu Gesicht. Aber wenn er sich zeigt, ist es ein großartiges Erlebnis für Jung und Alt.

Biber an der Zwickauer Mulde bei Lunzenau

Entlang der Zwickauer Mulde bei Lunzenau sind Biber heimisch geworden. Ein Naturlehrpfad informiert jetzt darüber, wie die Tiere leben. Auf großen und kleinen Tafeln sind Informationen abgedruckt. Biber werden nicht nur als „Baumeister“ bewundert, sondern auch kritisch betrachtet. Wenn die Tiere bspw. Bäche anstauen, können Felder überschwemmt werden – aber es entsteht auch Lebensraum für andere Tiere, wie Frösche und Libellen. Diesen Fragen geht der neue Biber-Lehrpfad nach und zeigt auf einem Lageplan, wo Biberfamilien in der Region leben. Er liegt an der „Muldenterrasse“ direkt neben einem Spielplatz am Mulde-Radweg. Gemeinsam mit der Naturschutzstation Weiditz hat die Stadt Lunzenau hier einen Platz geschaffen, an dem sie Interesse an der Natur wecken will. Wo früher alte Industriebrachen standen, gibt es jetzt Umweltbildung für Kinder.

Ronny Hofmann, Bürgermeister der Stadt Lunzenau, und Prof. Hans-Ferdinand Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen (v. re.) eröffneten den neuen Biber-Lehrpfad an der Zwickauer Mulde. Foto: Sparkasse Mittelsachsen

Die Stiftung für Soziales und Umwelt hat die Errichtung der Informationstafeln mit einer Spende unterstützt. Der Lehrpfad ist eines von bisher insgesamt fünf geförderten Projekten in Mittelsachsen. Dazu gehören der Biber-Lehrpfad in Weiditz bei Rochlitz, der Naturlehrpfad im Gemeindewald Oberbobritzsch, ein Schmetterlingsgarten in Freiberg und der Obstlehrpfad in Siebenlehn. Und es sollen noch mehr werden: Gemeinnützige Träger von Naturlehrpfaden haben die Chance, sich um eine Förderung zu bewerben.

 

Jetzt Projektmittel für 2020 sichern – Bewerbungen bis 30. September 2020

Mitmachen können Vereine oder Institutionen in den Regionen Freiberg und Mittweida, die der Öffentlichkeit einen Naturlehrpfad präsentieren oder neu einrichten wollen. In unserer Region gibt es zahlreiche Naturlehrpfade zu unterschiedlichen Themen. Sie vermitteln vor allem jungen Familien mit Kindern die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Die Pfade sind ständig der Witterung ausgesetzt und müssen häufig erneuert werden. Dafür setzt sich die Sparkassen-Stiftung für Soziales und Umwelt ein. Die Umsetzung des Projektes sollte bis Ende 2021 erfolgen. Zuschüsse gibt es bei der Gestaltung und Erstellung oder der Erhaltung der Beschilderungen.

 

Wenn Sie also einen Lehrpfad erweitern oder erneuern wollen oder ein ganz neuer Lehrpfad eingerichtet werden soll – dann heißt es: Jetzt Bewerbungsbogen an die Sparkassen-Stiftung schicken! Hier finden Sie alle Informationen dazu.

 

Wir fördern Bildung

Das Projekt „Beschilderung von Naturlehrpfaden“ ist Teil der Initiative „Wir fördern Bildung.“ der Stiftungen der Sparkasse Mittelsachsen. Die Sparkassen-Stiftung für Soziales und Umwelt engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 u.a. für die Jugendarbeit, den Naturschutz und die Landschaftspflege sowie mildtätige Zwecke. Sie bietet mit ihrem eigenen Kinder- und Jugendprojekt „Wir fördern Bildung.“ kostenfreie Besuche in Museen und Naturschutzeinrichtungen für Schulklassen bzw. Kindergärten. Darüber hinaus engagiert sie sich bei Initiativen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Umwelterziehung.