Volkswirtschaft Prognosen: Hoffnungen und Sorgenfalten.

Volkswirtschaft Prognosen: Hoffnungen und Sorgenfalten.

 

In diesen geopolitisch unruhigen Zeiten sollte mit Blick auf die hohe Unsicherheit sorgfältig zwischen der wahrscheinlichsten Entwicklung und den vielfältigen Risiken unterschieden und abgewogen werden. Auch an den Kapitalmärkten können zurzeit unterschiedliche Einschätzungen bzw. Wahrnehmungen abgelesen werden. So ruht der wohlwollende Blick der Aktienmärkte auf den flexiblen und widerstandsfähigen Unternehmen, und die Hoffnung auf produktivitätsstiftende und wachstumssteigernde Effekte durch die Künstliche Intelligenz sorgt weiterhin für steigende Kurse. An den Rentenmärkten zeigen sich hingegen Sorgenfalten hinsichtlich der Inflationsperspektiven und des steigenden Kapitalbedarfs der Staaten und Unternehmen. Entsprechend liegen die internationalen Aktienbörsen derzeit zum Teil deutlich im Plus und lassen damit in der Gesamtertragsbetrachtung die Rentenanlagen hinter sich.

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte wird es darauf ankommen, wie sich die Weltwirtschaft entwickelt und wie die Sichtweisen von Aktien- und Rentenmärkten wieder zusammenkommen. Dabei spielt vor allem die Öffnung der Straße von Hormus bzw. allgemein die politische Lösung des militärischen Konflikts im Nahen Osten eine wichtige Rolle. Je früher dies erreicht wird, umso eher wird die Erleichterung bei den Finanzmarktteilnehmern mit freundlichen Aktien- und Rentenmärkten quittiert werden, wie wir es in unseren Prognosen zum Ausdruck bringen. Unverändert unterstellen wir, dass die Weltwirtschaft mit rund 3 % wachsen wird, dass die Inflationsraten im kommenden Jahr wieder nahe der Notenbankziele liegen werden und dass kein belastender geldpolitischer Bremskurs eingeschlagen wird. Unter diesen Annahmen dürften die Erträge in vielen Anlageklassen bis Ende des Jahres positiv sein. Angesichts der anhaltenden, täglich sichtbaren Spannungen und zähen Verhandlungen im Irankrieg sind jedoch spürbare Marktschwankungen an den Aktien- wie auch an den Anleihemärkten zu erwarten.

Quelle: Makro Research der DekaBank Stand: 08.06.2026

 

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Danny Führer
Wertpapierexperte der Sparkasse Mittelsachsen

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