Volkswirtschaft Prognosen: Belastungsprobe bestanden.

Volkswirtschaft Prognosen: Belastungsprobe bestanden.

 

Die Weltwirtschaft hat im ersten Halbjahr 2026 einen erneuten extremen Test auf Belastbarkeit und Flexibilität bestanden. Der Krieg im Nahen Osten hat weder die Konjunktur noch die Kapitalmärkte spürbar beeinträchtigt. Zwar bleibt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach wie vor eingeschränkt, und trotz des Interim-Abkommens zwischen den USA und dem Iran besteht nach wie vor das Risiko einer weiteren gravierenden militärischen Eskalation. Doch gehen wir in unserem Hauptszenario davon aus, dass sich die globale Energieversorgung in der zweiten Jahreshälfte sukzessive normalisieren wird.

Der Rohölpreis ist im Verlauf des Juni spürbar gesunken. Vor diesem Hintergrund haben sich die Sorgenfalten in Bezug auf die Inflation bei vielen Marktteilnehmern wieder etwas geglättet. Für die Notenbanken bleibt das Umfeld dennoch schwierig. Da sind zum einen die Unsicherheiten, inwieweit die hohen Energiepreise des zweiten Quartals durch die Produktionsketten der Unternehmen bis zu den Verbraucherpreisen weitergereicht werden, und zum anderen die hartnäckige Dienstleistungspreisinflation, die in vielen Ländern einfach nicht sinken will. Der Druck für Leitzinserhöhungen ist zwar insgesamt etwas geringer geworden, die Zentralbanker bleiben jedoch wachsam und handlungsbereit. Speziell in den USA richtet sich der Blick auf die bis dato überraschend stabilen Arbeitsmarktberichte und die daraus resultierenden Inflationsrisiken – und natürlich auch auf die Kommunikation des neuen Notenbankchefs Warsh.

Fügt man alles zusammen, dürfte die Weltwirtschaft auch in der zweiten Jahreshälfte moderat wachsen, da wohl nun doch kein allzu starker geldpolitischer Gegenwind aufkommt. Die Unternehmen werden trotz diverser geopolitischer Unwägbarkeiten ihre Umsätze und Gewinne steigern können. Folglich stehen die Zeichen gut, dass sich sowohl die Aktien- als auch die Rentenmärkte und damit auch breit diversifizierte Wertpapierportfolios im weiteren Jahresverlauf freundlich entwickeln werden.

Quelle: Makro Research der DekaBank Stand: 03.07.2026

 

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Danny Führer
Wertpapierexperte der Sparkasse Mittelsachsen

 

 

 

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